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Dominik Höhlich – Löslichkeit und Komplexbildung – Anwendung eines thermodynamischen Modells zur numerischen Auslegung von Elektrolyten für die Legierungsabscheidung

Ein großer Teil galvanischer Elektrolyte weist als Bestandteil Substanzen mit komplexbildenden Eigenschaften auf. Diese senken die freien Metallionenkonzentrationen im Elektrolyten und es werden gewünschte Eigenschaften wie eine hohe Streufähigkeit oder eine angestrebte Legierungszusammensetzung erreicht. Eine Berechnung der freien Metall-Ionen-Konzentration ermöglicht die Abschätzung einzustellender Eigenschaften, um eine angestrebte Legierungsbildung zu unterstützen. Für eine Berechnung und gezielte Einstellung eines solchen Elektrolyten liegen für die gewünschten Bedingungen jedoch die notwendigen Daten meist nicht vor.

In den letzten drei Jahren wurde eine allgemeine Verfahrensweise vorgestellt, welche Komplexbildungskonstanten effizient und unabhängig von der Struktur des gewählten Komplexbildners bestimmt. Dadurch ist es möglich, thermodynamische Betrachtungen in galvani-schen Elektrolyten durchzuführen und wichtige Kriterien für eine gezielte Elektrolyt- und Prozessentwicklung abzuleiten. Um die Anwendbarkeit des Konzeptes auf Praxistauglichkeit zu testen, wurden unterschiedliche Legierungen ausgewählt und daraus die Grundelektrolyte berechnet.