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Christian Kaiser – Anforderungen an Topcoats für Verbindungselemente in der Automobilindustrie

Verbindungselemente sind eine Klasse technischer Bauteile, die in ihrem Lebenszyklus einer Vielzahl verschiedenster Beanspruchungen ausgesetzt sind. Die langjährige Funktion dieser Bauteile muss daher durch eine ebenso multifunktionelle Oberflächenbeschichtung gewährleistet werden.

Korrosionsbedingte Funktionsstörungen wie das Festsetzen und der Verschleiß sowie das unbeabsichtigte Lösen einer Verbindung werden durch ein mehrschichtiges Korrosionsschutzsystem verhindert. Eine erste Schicht Zink oder Zinklegierung bringt den kathodischen Korrosionsschutz, eine Cr(III)-Konversionsschicht sowie abschließend der Topcoat komplettieren das System.

Einzig der Topcoat ist dabei in direktem Kontakt mit der Umgebung und kann so die Eigenschaften des Korrosionsschutzsystems maßgeblich beeinflussen. Dazu gehören die Resistenz gegen Chemikalien und gegen Korrosion, die Anpassung der Reibungskraft zwischen dem Verbindungselement und dem jeweiligen Bauteil sowie weitere Eigenschaften.

Der dynamische technische Fortschritt der letzten 20 Jahre im Bereich Automotive führte zu einem gestiegenen qualitativen Anspruch an die Oberflächenbeschichtung von Verbindungselementen. Die Trends sind Gewichtseinsparung, höherer Korrosionsschutz und neue Materialkombinationen. Dies führt zu einer höheren Härte der Materialien, einer höheren thermischen Belastung sowie einer differenzierteren Kontrolle der Reibwerte, welche mit fortschrittlicheren Analysemethoden getestet werden können.

Dieser Vortrag gibt einen aktuellen Überblick über die verschiedenen Anforderungen der Automobilindustrie an die Oberflächenbeschichtung von Verbindungselementen und zeigt, wie diese insbesondere durch Wahl des geeigneten Topcoats zu erfüllen sind.