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Holger Sahrhage – ZnNiFe – Ternäres Legierungssystem für schwarze Oberflächen

Zink-Nickel-Schichten sind immer häufiger anzutreffen, wenn es um die Erfüllung höchster Korrosionsschutzanforderungen geht. 1000 h Salzsprühbeständigkeit gegenüber Grundmetallkorrosion sind mit geeigneten Nachbehandlungen (Passivierung und Topcoat) kein Problem mehr. Vor allem schwarzpassivierte Oberflächen sind von den Anwendern, insbesondere der Automobilindustrie, zunehmend gefragt.

Bei schwarzpassivierten Zink-Nickel-Oberflächen gibt es das seit langem diskutierte Phänomen des sogenannten „Grauschleiers“, welcher nach kurzer Zeit im Salzsprühtest auftritt und zum Teil auch als „weiße Korrosion“, also Korrosion der Zink-Nickel-Schicht interpretiert wird. Ob nun weiße Korrosion oder Grauschleier – Fakt ist, dass sich die Oberfläche optisch verändert, was von Endabnehmern oft nicht akzeptiert wird. Das hat nicht nur ästhetische, sondern für einige Anwendungszwecke auch technische Gründe. So haben die Korrosionsprodukte z. B. Einfluss auf Eigenschaften wie den Reibwert und die Leitfähigkeit der Oberfläche. In vielen Industriezweigen werden heute schwarze Oberflächen gesucht, welche sich nach dem Korrosionstest optisch nicht verändern, damit die oben genannten Eigenschaften erhalten bleiben.

Eine neu entwickelte ternäre Zink-Nickel-Eisen-Legierung bringt hier Abhilfe. In Kombination mit einer geeigneten Schwarzpassivierung zeigt die so beschichtete Oberfläche keinerlei Grauschleier oder weiße Korrosion nach 720 h Salzsprühnebeltest. Der Vortrag zeigt den Stand der Entwicklung und berichtet über erste Anwendungserfahrungen.