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Katrin Söntgerath – Chemisch Nickel unter der Lupe

Stabilisatoren sind wesentliche Bestandteile von autokatalytischen Nickelverfahren. Hier haben sich verschiedene Klassen von Substanzen bewährt. Dabei werden bevorzugt Stoffe aus der Klasse der Schwermetalle, wie zum Beispiel Blei und Cadmium, oder auch sauerstoffhaltige Stoffe, wie zum Beispiel Iodate oder Molybdate, eingesetzt. Die eingesetzten Konzentrationen der Stabilisatoren im Chemisch Nickelbad können dabei abhängig von der chemischen Struktur variieren und entsprechend sehr kritisch sein. Seit einigen Jahren werden auch neben den oben erwähnten anorganischen Verbindungen organische Substanzen als alternative Stabilisatoren untersucht.

Es wurde der Einfluss verschiedener Stabilisatoren in einer definierten High-Phos-Elektrolytmatrix untersucht. Für die Tests wurden bekannte Stabilisatoren, wie zum Beispiel Blei, verwendet und mit einer neuartigen organischen Verbindung mit stabilisierender Wirkung verglichen.

Nach dem bisherigen Stand der Untersuchung zeigen sich je nach eingesetztem Stabilisator Unterschiede in den Schichteigenschaften, z. B. Korrosionsbeständigkeit, innere Spannungen, die wir zurzeit auf unterschiedliche Abscheidemechanismen zurückführen. Ein Teil der Untersuchung ist die Entwicklung eines Prüfverfahrens, das die Aussagekraft des Salpetersäuretests konkretisiert. Dies ermöglicht eine kritische Einschätzung des bekannten „Salpetersäuretests“. Die abgeschiedenen Schichten wurden mit Hilfe unterschiedlicher elektrochemischer Verfahren untersucht. Im Vortrag sollen nun die Ergebnisse gegenübergestellt werden.