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Wasserstoffversprödung bei galvanischen Prozessen

Um die fertigungsbedingte Bauteilversprödung durch Wasserstoff geht es am Nachmittag des 12. September 2019 im Rahmen des OT-Themenblocks „Konstruktionselement Oberfläche“ im Estrel Saal C 5/6.

Warum werden heute in Beizbädern Beizinhibitoren eingesetzt? Was sind die charakteristischen Merkmale eines wirksamen Beizinhibitors? Kann ein Beizinhibitor die Metallauflösung verhindern und gleichzeitig vor Wasserstoff schützen? Viele Arbeiten sind in der Vergangenheit diesen Fragen nachgegangen, aber bis heute haben sich trotz wissenschaftlicher Erkenntnisse keine allgemeingültigen prozessbegleitenden Prüfmethoden durchgesetzt, und bis heute gibt es keine allgemeingültigen Werkstoffkennwerte, welche die Werkstoffsensitivität gegenüber einer möglichen Wasserstoffversprödung beschreiben. Aktuelle Arbeiten an einer neuen DIN-Norm zur Beurteilung von Beizinhibitoren sollen hier für mehr Anwendungssicherheit bei Kunden und Lieferanten sorgen.

Der Vortrag befasst sich sowohl mit modifizierten Prüfverfahren in der Bauteilverspannung als auch mit elektrochemischen Prüfverfahren und diskutiert die Bedeutung der heute verwendeten Modellprüfkörper und deren Prüfkörpereigenschaften am Beispiel von C-Ring-Proben. Diese beinhalten sowohl Wasserstoffpermeationsversuche, gekoppelt mit Wasserstoffanalyse mittels Thermodesorptionsanalyse (TDA), als auch Verspannversuche an mit Wasserstoff beladenen Proben unter Berücksichtigung des Werkstoffzustandes.

Durch die Definition eines Versprödungsindex soll der Versuch unternommen werden, einen werkstoffspezifischen Kennwert zu definieren, der für die Werkstoffsensitivität gegenüber einer möglichen Wasserstoffversprödung steht. Mögliche Auswirkungen auf eine Prozessführung werden diskutiert. 

Zum Programm am Donnerstag  

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