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Sascha Große – Die modifizierte Korrosionswechselprüfung für Zink-Nickel- Korrosionsergebnisse in kürzester Zeit!

Die in der Korrosionsschutzentwicklung vielfach verwendete und in der Qualitätscharakterisierung weit verbreitete Salzsprühnebelprüfung ermöglicht nur eine eingeschränkte Beurteilung von Zink-Nickel-Beschichtungen.

Durch den Einsatz von Versiegelungen wird das Ergebnis der Salzsprühnebelprüfung zusätzlich beeinflusst und muss zu Feldergebnissen korreliert werden. Deshalb wurde im Jahre 2010 bei Volkswagen eine Korrosionswechselprüfung für versiegelte Oberflächen gefordert.

Die zyklische Prüfung mit kombinierter thermischer Belastung nach PV 1209 fordert allerdings eine Unterkühlung der Bauteile auf -40°C. Durch Verwendung eines aufwendigen Kälte-Aggregates wird das Testequipment sehr teuer und kann nicht von allen Schichtentwicklern und Anwendern durchgeführt werden.

Bei einer Studienarbeit bei der Volkswagen AG konnte gezeigt werden, dass die Unterkühlung keinen Einfluss auf das Korrosionsergebnis von versiegelten Zink-Nickel-Beschichtungen hat. Deshalb wurden Varianten vom PV 1209 Test entwickelt, die auf diese Unterkühlung verzichten. Für die Untersuchung sind nur noch eine Korrosionswechselkammer, die den Ansprüchen der üblichen Standardprüfung nach PV 1210 bzw. VDA621-415 genügt, und ein Klimaschrank, der einen konstanten Temperatur- und Feuchtewert halten kann, nötig.

Erste umfangreiche Untersuchungen wurden bereits durchgeführt und die Ergebnisse lassen aufhorchen und bieten Potenzial.