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Christoph Hoge – Beizen und Dekapieren

Als sauren Teilschritten in der Vorbehandlung der Galvanotechnik, kommt dem Beizen und Dekapieren die Aufgabe zu, chemisch gebunden Ablagerungen von der Oberfläche zu entfernen. Sie ergänzen so die vorausgegangen Reinigungsschritte. Die Abtragung der Ablagerungen erfordert je nach Art mehr oder weniger starke Säuren.

Neben den Kriterien Zeit, Konzentration und Temperatur ist die Auswahl der Säure sowie der Zusätze, wie Inhibitoren, Beizentfetter, usw. entscheidend für eine effiziente Beize. Starke Säuren sind geeignet, das Grundmaterial anzugreifen, daher ist der Einsatz von Inhibitoren notwendig.

Das Ziel einer metallischen, sauberen und beschichtbaren Oberfläche, wird nur nach Abwägung und genauer Auswahl der Zusammensetzung erreicht. Der unzureichende Betrieb kann zu einer nicht beschichtbaren Oberfläche oder beispielsweise zu Rauigkeiten durch Überbeizung führen.

Als „kleine“ Schwester der Beize hat die Dekapierung vergleichbare Aufgaben, allerdings kann diese deutlich moderater betrieben werden. Der Vortrag soll eine Übersicht über die Verfahrensschritte Beizen und Dekapierung geben, die Funktion erläutern sowie exemplarisch die Bandbreite der Einsatzvarianten aufzeigen.