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Bernd Jülicher – Schneewittchen und der Wolf – Der freie Unternehmer und seine Spaziergänge im Wald

In zehn Minuten ein Endzeitszenario aus Unternehmersicht. Ohne Tageslichtprojektorfolien und ohne ausgefeilte Powerpointbasis. Ein Vortrag in Anlehnung an Poetry- und Science-Slam-Wettbewerbe (hier ohne Wettbewerber!). Wenn keine studentischen Slam-Ideen die Oberflächentage bereichern, muss es der mittelständische Unternehmensentwickler selbst versuchen und sich auch der anschließenden Bewertung (Szenenapplaus oder auch nicht) des Auditoriums stellen.

Wohin führt die Regulierungsstrategie der EU die bundeskanzlerinalleinentschiedene Energiewende den mittelständischen Unternehmer, seine Sozialverantwortung und als Ergebnis auch seine Mitarbeiter? Weg vom Gift der Galvanotechnik in die Glückseligkeit der toxikologisch unbedenklichen Altenbetreuung?

Sicher nicht. Energie sucht sich immer den Weg des geringsten Widerstands, kennt offensichtlich das Ohmsche Gesetz (U=R.I) zu gut. So auch der energiegeladene Galvanounternehmer auf dem Weg in die Zukunft seines Unternehmens. Er kennt die Anomalitäten und Unwägbarkeiten (Widerstand=R) die sein Geschäft mit sich bringt. Den Wettbewerb um Marktanteile, um qualifizierte Mitarbeiter. Er kann (be-)rechnen. Schwimmt manchmal gegen, manchmal mit dem Strom (I). Wartet mit Spannung (U) auf Marktentwicklungen und agiert entsprechend. Wäre sonst am Markt doch nicht langfristig erfolgreich!

Was ihn aber verunsichert und von seinen unternehmerischen Aufgaben ablenkt, sind die unberechenbaren regulativen Abkürzungen wie REACH, EEG und REFIT aus Berlin, Brüssel und Helsinki. Die Reaktionen darauf kann man tatsächlich versuchen in zehn Minuten Slamming zusammenfassen.

Wenn das Studenten im Science-Slam mit den Themen "Der radioaktive Osterhase auf Quantendiät" oder "Warum ist der Film immer doofer als das Buch?" können, schafft das der Unternehmensentwickler auch.