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André Lohse – Überwachung von Reinigungsmedien und Bauteilsauberkeit

Vor dem Beschichten von Bauteilen wird deren Oberfläche gereinigt und vorbehandelt. Dabei muss eine hinreichende Bauteilsauberkeit erreicht werden, um Qualitätsprobleme an der erzeugten Schicht zu vermeiden. Die hierfür eingesetzten wässrigen Reinigungsprozesse sind hinsichtlich ihrer qualitätsbestimmenden Parameter, z. B. Grundreiniger-, Tensidkonzentration und Badverschmutzung, zu überwachen. Ziel ist das Sicherstellen einer hohen Prozessqualität durch rechtzeitiges Eingreifen, wie Nachdosierung oder Badverwurf. Der Vortrag gibt einen Überblick zu dafür geeigneten Analysemethoden und Messverfahren.

Neben der klassischen Titration werden verschiedene physikalische Messverfahren vorgestellt. Die Oberflächenspannungsmessung nach dem Blasendruckverfahren ermöglicht ein einfaches Überwachen der Tensidwirkung im Reinigungsprozess. Vorteilhafterweise lässt sich das Verfahren ebenso zur Kontrolle von Netzmitteln und Sprühnebelverhinderern in Elektrolyten nutzen. Die Badverschmutzung kann prozessspezifisch in der wässrigen und Lösungsmittelreinigung durch Fluoreszenzmessung bewertet werden.

Ergänzend wird die Kontrolle der Bauteilsauberkeit angesprochen. Der Nachweis filmischer Verunreinigungen ist ein komplexes Thema mit unterschiedlichen Ansätzen von einfachen Testmethoden über gerätetechnische Messverfahren bis zur instrumentellen Laboranalytik. Exemplarisch werden weltweit bewährte Fluoreszenzmessgeräte für den prozessorientierten Einsatz vorgestellt.