Skip to main content

Birgit Möbius – Chrom(III) und Farbe

Obwohl Verchromungsverfahren auf Basis von dreiwertigem Chrom historisch als erste entwickelt und patentiert wurden, konnten sie sich aus vielerlei Gründen lange nicht gegen die sechswertigen Elektrolyte durchsetzen. Chromschichten, die aus dreiwertigen Elektrolyten erzeugt wurden, waren oft nicht hell genug, wirkten gelblich und waren auch nicht sonderlich stabil. Sie dunkelten oft nach, und meist waren die Schichten auch nicht dick genug, selbst für die dekorative Verchromung.

Neue Verfahren beanspruchen für sich, diese alten Probleme weitgehend überwunden zu haben. Stimuliert durch die strenger werdende Gesetzgebung und Anwendungsbeschränkungen werden heute immer häufiger dreiwertige Elektrolyte eingesetzt. Um dort gleichbleibende Ergebnisse zu erzielen, müssen sie gut eingestellt und kontrolliert werden.

Alle erwünschten Badbestandteile müssen aufrechterhalten, eingeschleppte und entstehende unerwünschte Bestandteile müssen entfernt werden. Hierbei spielen nicht nur die Konzeption des Elektrolyten und die Konfektionierung der Additive, sondern auch die Anoden sowie die eingesetzten Reinigungsverfahren eine wesentliche Rolle.

Der Vortrag zeigt, wie die Farbwahrnehmung mit Hilfe mobiler Messungen sinnvoll objektiviert wird und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um bläuliches Weiß oder definierte Grautöne sicher und dauerhaft einzustellen.