Skip to main content

Dr. Christiane Müller – Elektrolytische Entfettung von Metallen

Zum Einstieg wird anhand typischer Fehlerbilder in der Vorbehandlung die unabdingbare Notwendigkeit der Bauteilsauberkeit für eine fehlerfreie Beschichtung dargestellt. Im Rahmen dieses Vortrages werden die wesentlichen physikalischen Grundlagen, Anforderungen und Vor- und Nachteile der elektrolytischen Entfettung, dem in der Regel letzten Verfahrensschritt der Vorbehandlung, dargestellt.

Der technologische Prozess des elektrolytischen Entfettens besteht bekanntlich darin, dass das zu reinigende metallische Bauteil als Anode oder Kathode in einem wässrigen Reiniger, auf Basis von Alkali, der Wirkung des Stromes ausgesetzt wird. Bei einer so hohen Spannung, dass es zur Hydrolyse unter Gasbildung kommt. Die Funktionen weiterer typischer Inhaltsstoffe wie Phosphate, Silikate, Komplexbildner und Tenside werden detailliert diskutiert. In diesem Zusammenhang wird speziell die Wasserqualität und deren sich ergebende Folgen für galvanotechnische Firmen beleuchtet. Abschließend werden kurze Einblicke in die Badpflege und Analysemethoden zur Überwachung der elektrolytischen Reiniger gegeben.

Im Interesse steigender Produktionssicherheit rückt die Frage nach Mehrkomponentensystemen in den Fokus. Die Vor- und Nachteile der Ein- und Zweikomponentensysteme werden gegenüber einem Mehrkomponentensystem kritisch verglichen. Anhand dieser Thematik wird die notwendige Entwicklung neuer innovativer elektrolytischer Reiniger verdeutlicht.